Spinnfischen

Allgemein bezeichnet Spinnfischen das Anbieten künstlicher Köder (im Zweifel auch natürlicher Köder, bspw. im Drachkovic-System) an Raubfische. Dabei erhält der Köder seine Bewegung (Spin) durch die Köderführung des Anglers, also durch das Einholen der Schnur bzw. durch Bewegungen der Angelrute.
Das entscheidende Erfolgskriterium dieser Angelmethode ist, mit dem angebotenen Köder hinsichtlich Aussehen (Farbwahl, Größe, Tiefenführung,etc.) als auch Bewegung möglichst perfekt die Beutefische zu imitieren, die natürlicherweise im betreffenden Gewässer vorkommen und somit zum Nahrungsangebot der Räuber gehören.
Im Gegensatz zur landläufigen Meinung vieler (meistens nicht-angelnden) Zeitgenossen handelt es sich beim Spinnfischen um eine sehr „aktive“ Angelmethode, bei der gezielt versucht wird mit den entsprechenden Ködern und Wurftechniken entweder die Standorte von Räubern (bei „standorttreuen“ Fischen, bspw. Hecht) abzufischen oder aber möglichst große Gewässerstrecken abzusuchen (bspw. für Barsch und Zander). Zur Anwendung kommen die verschiedensten Kunstködertypen: Blinker, Spinner, Twister, Wobbler, Gummifischchen, ja sogar Gummi-Imitationen von Fröschen und Krebsen.

Diese Angelmethode erfordert neben der richtigen Ausrüstung und (Wurf-)Technik auch ein gutes Auge und etliches Wissen um den Zielfisch, um potentiell Erfolg versprechende Stellen ausfindig zu machen. In gewissem Masse also die Fähigkeit, sich relevante Verhaltensmuster sowohl von Ziel-als auch Beutefischen vorstellen zu können.